
Watzke kritisiert Ricken, Kehl und Mislintat: “Starke Egos”
Hans-Joachim Watzke glaubt, dass es noch viel Verbesserungspotential gibt, wenn es darum geht, wie der Geschäftsführer für Sport von Borussia Dortmund, Lars Ricken, der Sportdirektor Sebastian Kehl und der Kaderplaner Sven Mislintat zusammenarbeiten.
Watzke, der zum Ende des Jahres als CEO des Vereins zurücktritt, nahm beim SPOBIS-Kongress in Hamburg eine kritische Betrachtung ihrer Arbeitsbeziehung vor.
„Es geht immer um die Frage: Arbeiten die drei im Einklang? Das muss noch optimiert werden“, sagte Watzke, der hofft, bald eine Verbesserung zu sehen.
„Sie arbeiten erst seit sechs Monaten zusammen“, sagte er und wies darauf hin, dass es im Fußball „immer starke Egos“ gibt und jeder versucht, „seine Grenzen zu testen“.
Rickens Aufgabe sei es jetzt, „dafür zu sorgen, dass alle in die gleiche Richtung marschieren, und wenn man mittelfristig das Gefühl hat, dass das nicht der Fall ist, dann muss man das Konzept ändern. Aber das ist nicht mehr mein Problem“, sagte Watzke.
Der 65-Jährige betonte, dass er „in sportlichen Belangen nichts mehr zu sagen hat“.
Er war also nicht an der Entlassung von Nuri Sahin oder der Ernennung von Niko Kovac zu seinem Nachfolger beteiligt.
„Ich habe ihm (Lars Ricken) gesagt: ‚Du triffst die Entscheidung. Du entscheidest, was im sportlichen Bereich passiert‘“, sagte Watzke.
„Ich bin weiterhin für den Rest verantwortlich, aber du bist jetzt für den sportlichen Bereich zuständig und daran halte ich mich.“