March 31, 2025
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Der VfB Stuttgart hat den Vertrag mit Cheftrainer Sebastian Hoeneß vorzeitig verlängert und damit sein Vertrauen in ihn trotz hoher Nachfrage bekräftigt. Diese Entscheidung sendet eine starke Botschaft an den Rest der Liga und das Team selbst, insbesondere da die neue Vereinbarung keine Ausstiegsklausel mehr enthält.

 

Hoeneß, dessen Vertrag ursprünglich bis 2027 lief, hat seine Amtszeit beim Bundesliga-Vizemeister nun bis zum 30. Juni 2028 verlängert. Die Ankündigung erfolgte durch Klubchef Alexander Wehrle während der Mitgliederversammlung, wobei er bestätigte, dass die neue Vereinbarung eine zuvor vorhandene Ausstiegsklausel entfernt.

 

In einer Videobotschaft betonte Hoeneß seine tiefe Verbundenheit mit Stuttgart und erklärte, dass er sich mehr denn je am richtigen Ort fühle. Er unterstrich seinen Anspruch, den VfB als regelmäßigen Teilnehmer am europäischen Wettbewerb zu etablieren, und forderte das Team auf, sich auf einen starken Saisonendspurt in der Bundesliga zu konzentrieren. Trotz des Abrutschens auf Tabellenplatz zehn strebt Stuttgart weiterhin die erneute Qualifikation für den Europapokal sowie den Einzug ins DFB-Pokalfinale in Berlin an.

 

Ein klares Signal an die Mannschaft

 

Die Entscheidung von Hoeneß, in Stuttgart zu bleiben, ist auch ein wichtiges Signal an die Spieler. Seit seiner Amtsübernahme 2023 führte er den Klub zunächst zum Klassenerhalt, dann zur deutschen Vizemeisterschaft und in die Champions League. Dieser Erfolg führte zu Spekulationen über einen möglichen Wechsel zu einem Top-Klub, zuletzt galt RB Leipzig als potenzieller neuer Arbeitgeber. Doch mit der Vertragsverlängerung hat sich Hoeneß mittelfristig zum VfB bekannt.

 

Rekordjahr in der Finanzbilanz

 

Neben der Vertragsverlängerung von Hoeneß konnte der VfB Stuttgart für das Geschäftsjahr 2024 ein Rekordergebnis vermelden, das vor allem durch die Teilnahme an der Champions League ermöglicht wurde. Der Klub erzielte einen Gesamtumsatz von 299,8 Millionen Euro und einen Rekordgewinn von 15,4 Millionen Euro. Wehrle betonte während der Mitgliederversammlung jedoch, dass der Verein weiterhin auf die Tilgung seiner Stadionkredite fokussiert sei.

 

Zusätzlichen finanziellen Auftrieb erhielt der VfB durch den Einstieg von Porsche im Januar 2024, wodurch das Eigenkapital auf 60,9 Millionen Euro anstieg. Darüber hinaus profitierten die Stuttgarter von lukrativen Transfers – darunter Serhou Guirassy, Waldemar Anton und Hiroki Ito – sowie von Einnahmen aus den TV-Rechten der Champions League, Heimspielen und der Vermarktung des neuen Business Centers.

 

Schnellere finanzielle Stabilisierung

 

Wehrle betonte, dass sich die finanzielle Lage des Vereins schneller stabilisiere als erwartet. „Das gibt uns zusätzliche Sicherheit, stärkt unsere finanzielle Stabilität und stellt sicher, dass wir weiterhin aus einer Position der Stärke agieren können“, erklärte er.

 

Der vorherige Umsatzrekord lag bei fast 218 Millionen Euro im Jahr 2023, doch der Gewinn fiel damals aufgrund finanzieller Schwierigkeiten in den Corona-Jahren gering aus. Der höchste Gewinn vor 2024 wurde 2016 mit 14,5 Millionen Euro erzielt.

 

Mit Blick auf 2025 zeigt sich Wehrle optimistisch in Bezug auf den finanziellen Abschluss des Jahres. Allerdings bleibt ungewiss, ob die Mannschaft das DFB-Pokalfinale in Berlin erreicht und sich erneut für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert – was zusätzliche Einnah men generieren würde.

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